Bienenköniginnen – Dunkle Biene
Hier findest du Angebote zur Dunklen Biene (Apis mellifera mellifera). In der Schweiz wird diese Unterart in Fachquellen als einheimisch nördlich der Alpen beschrieben. In der Praxis sind Reinheit/Hybridisierung ein grosses Thema – deshalb sind Angaben zu Schutzgebieten, Belegstellen und Anpaarung besonders relevant. Da Bezeichnungen variieren können, lohnt sich im Marktplatz auch die Suche nach „Mellifera“. [1], [2]
Eigenschaften im Überblick
| Einordnung | Unterart Apis mellifera mellifera (Dunkle Honigbiene / European dark bee). [3] |
|---|---|
| Heimat (CH) | In der Schweiz gilt sie in Fachquellen als einheimische Unterart nördlich der Alpen; historische und genetische Befunde stützen dies. [1], [2] |
| Überwinterung | In Beratungsquellen oft als gut an kühl-feuchte Bedingungen angepasst und winterfest beschrieben. [3] |
| Frühjahrsentwicklung | In Quellen teils als langsamerer Frühjahrsaufbau beschrieben (im Vergleich zu stark „explosiven“ Linien). [3] |
| Temperament | In Fachtexten werden reine Linien teils als gut führbar beschrieben; bei Hybridisierung können Verhaltensmerkmale stark variieren (bis defensiv/aggressiv). [3] |
| Winterverbrauch | Studien zu Wintergewicht/Verbrauch zeigen nur kleine Unterschiede zwischen Unterarten; es gibt Hinweise, dass A. m. mellifera Ressourcen konservativer nutzt – es braucht aber mehr Daten. [4] |
Einheimisch nördlich der Alpen – warum das wichtig ist
In der Schweiz wird die Dunkle Honigbiene (A. m. mellifera) in behördlichen/fachlichen Quellen als einheimische Unterart nördlich der Alpen beschrieben. Gleichzeitig wird betont, dass seit den 1950er Jahren andere Unterarten (z. B. Carnica) in grossem Umfang importiert wurden und die Dunkle Biene vielerorts verdrängt haben. [1], [2]
Für den Kauf bedeutet das: Wenn du gezielt mit der Dunklen Biene arbeiten willst (z. B. aus Erhaltungsgründen oder wegen gewünschter Eigenschaften), solltest du nicht nur nach dem Namen fragen, sondern nach Schutzgebiet, Belegstelle, Anpaarung und ggf. nach Genetik-/Morphometrie-Nachweisen (sofern vorhanden).
Dunkle Biene in der Schweiz: Schutz und Zucht
Weil die Dunkle Biene in vielen Regionen durch Import/Hybridisierung verdrängt wurde, spielt die Erhaltung genetisch naher Populationen eine wichtige Rolle. In der Schweiz wird hierzu u. a. mit Schutzgebieten gearbeitet, in denen die Dunkle Biene erhalten wird und die Anpaarung kontrolliert werden kann. Wenn du gezielt Dunkle-Biene-Königinnen suchst, lohnt sich die Nachfrage nach Belegstelle bzw. Anpaarung.
Worauf du beim Kauf achten solltest
- Anpaarung & Umgebung: Bei der Dunklen Biene ist kontrollierte Anpaarung besonders wichtig, weil Hybridisierung Eigenschaften stark verwässern kann.
- Schutzgebiete/Belegstellen: Falls das Angebot aus einem Schutzgebiet oder von einer Belegstelle stammt, ist das oft ein Qualitätsmerkmal (Transparenz + Zuchtziel).
- Erwartungsmanagement: Eigenschaften sind Tendenzen – Standort, Betriebsweise und Gesundheitsmanagement (v. a. Varroa) bleiben entscheidend.
- Dokumentation: Gute Anbieter erklären, wie sie „Dunkle Biene“ definieren und welche Nachweise sie verwenden.
So findest du Angebote
- Nutze die Suche im Marktplatz (z.B. „Dunkle Biene“ oder „Mellifera“).
- Filtere nach Begattung, Preis und Verfügbarkeit.
- Details zu Versand/Abholung und Terminabsprachen klärst du im Chat pro Bestellung; die Zahlung kann direkt zwischen Käufer und Anbieter erfolgen.
Quellen (Auswahl)
- [1] BAFU (Bundesamt für Umwelt): „Der Status freilebender Völker der Dunklen Honigbiene in der Schweiz“ (PDF).
- [2] Agroscope: „Breeding“ (Bienen-Zucht) (Hinweise zur einheimischen Unterart nördlich der Alpen und Importgeschichte).
- [3] University of Missouri Extension: „Honey Bees as Pollinators, Their Habitats and Products“ (Abschnitt „German black bee / Apis mellifera mellifera“).
- [4] Norrström et al. (2021), PLOS ONE: „Winter weight loss of different subspecies of honey bee Apis mellifera…“ (Vergleich Wintergewicht/Verbrauch; Unterschiede nur marginal, Hinweis auf konservativeren Verbrauch bei A. m. mellifera).